Stadtapotheke Leoben
Mag. Michael Pferschy
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Arzneimitteltransport

Geschrieben am 18.06.2013 um 1:16

auto

Wer in der warmen Jahreszeit Lebensmittel kauft und im Auto transportiert kennt es – innerhalb kürzester Zeit werden diese warm und drohen zu verderben.

Ähnlich verhält es sich bei Medikamenten. Doch während man bei Milchprodukten ein zu viel an Wärme schmeckt, kann man bei Arzneimitteln keinen Geschmackstest durchführen.

Zäpfchen beginnen in der Hitze zu schmelzen, Gele verflüssigen sich und Dragee-Oberflächen splittern ab. Salben und Cremes verändern bei zu viel Wärme ihre Konsistenz, Insulin-Präparate verlieren ihre Wirkung oder die Dosiergenauigkeit diverser Mittel leidet unter der Hitze.

Temperaturen im Auto

Besonders bei geparkten Autos ist Vorsicht geboten. Diese Temperaturen werden in einem Auto erreicht, wenn es bei 29° Außentemperatur auf einem schattigen Parkplatz abgestellt ist:

  • 74° Celsius Armaturenbrett + Hutablage
  • 42° Celsius Handschuhfach geschlossen
  • 62° Celsius Handschuhfach offen
  • 42° Celsius Sitzfläche
  • 28-32° Celsius unter den Sitzen, am Kofferraumboden

Maßnahmen

Daher ist darauf zu achten, dass die Arzneimittel nicht überhitzen. Der beste Platz für die Medikamente ist unter den Sitzen, da hier die Temperatur erfahrungsgemäß am niedrigsten ist. Optimalerweise werden sie allerdings in einer Thermobox transportiert.

Flugreisen

Das Problem tritt aber auch bei Flugreisen – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen – auf. Die Temperaturen im Gepäckraum eine Flugzeugs können stark absinken, besonders bei Langstreckenflügen sind sogar Minusgrade möglich. Daher sollte im Vorfeld bei der jeweiligen Fluglinie angefragt werden, ob die Arzneimitteln evt. bei der Bordcrew abgegeben werden können.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, stehen wir Ihnen gerne zur individuellen Beratung zur Verfügung.


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