Stadtapotheke Leoben
Mag. Michael Pferschy
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Ätherische Öle

Geschrieben am 21.10.2013 um 6:38

teelicht

 

Kürzere Tage, längere Abende – der ideale Zeitpunkt, sich zu Hause sein persönliches Wohlfühl-Platzerl zu schaffen. Neben Kuscheldecke, Kerzerl und Tee steht da wohl auch die Duftlampe mit „Duftölen“ ganz oben auf der Ausstattungsliste. Doch wie unterscheiden sich die Duftöle überhaupt voneinander ?

  • „100 % naturreines ätherisches Öl“: Bedeutet, dass es sich um ein reines ätherische Öl handelt.
  • „Naturidentisches Öl“: Das Öl enthält synthetische Duftstoffe und ist nicht für die Aromatherapie geeignet. Es enthält Nebenprodukte, die man nicht kennt und deren Wirkung oft unklar ist.
  • „Parfumöl“: Es handelt sich hierbei um ein Parfum synthetischer Herkunft und ist nicht für die Aromatherapie geeignet.

 

Aber Achtung, abgesehen von den Qualitätsunterschieden gibt es eine noch ganze Liste an Einschränkungen, folgende Kontraindikationen, Vorsichtsgebote und Haltbarkeitshinweise sind zu beachten:

  • Aromatherapie soll nicht als erste und einzige Therapieform bei ungeklärtem Krankheitsbild angewandt werden. Bei schweren Erkrankungen kann die Aromatherapie – mit Einverständnis des behandelnden Arztes – als weitere Maßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden. Nicht geeignet sind ätherische Öle bei Erkrankungen wie Krebs, Herzleiden, Nervenleiden, Epilepsie, schwerem Asthma, starkem Bluthochdruck – holen Sie hier immer das Einverständnis eines Arztes!
  • Ätherische Öle sind leicht entflammbar und dürfen unter keinen Umständen ins offene Feuer, oder auf heiße Oberflächen gegeben werden z.B. auf heiße Saunasteine.
  • Ätherische Öle nie unverdünnt einnehmen oder auf die Haut auftragen. Es kann zu Verätzungen der Schleimhäute, Verbrennungen der Haut und zu allergischen Reaktionen kommen. Es bedarf hier umfassender Hintergrundkenntnisse, auch wenn es hier wenige Ausnahmen wie etwa Lavendelöl gibt, welches als eines der wenigen pur auf die Haut aufgetragen werden kann.
  • Ätherische Öle oxidieren sehr rasch, wenn das Fläschchen ständig geöffnet wird, dadurch kann es zu Hautirritationen kommen.
  • Ätherische Öle inkl. all deren Zusatzstoffe gelangen durch Auftragen auf die Haut zu 100%! in die Blutbahn. Manche Öle bleiben zwei bis drei Tage im Körper oder lagern sich langfristig ab und können zu Schädigungen führen. Daher ist besonders auf die Reinheit und Herstellung der Öle zu achten.
    Einige Öle lösen bei Sonneneinwirkung Hautentzündungen aus = Phototoxische Reaktion.
  • Einzelne Inhaltsstoffe können bei schwangeren Frauen über die Blutbahn dem Fötus schaden oder sogar abtreibend wirken.
  • Säuglinge bis zu 6 Monaten sollten möglichst nicht mit ätherischen Ölen behandelt werden. Es gibt aber auch hier wenige Ausnahmen. Intensiv riechende Öle können eine tödliche Gefahr für Kleinkinder sein, weil sie ein reflektorisches Aussetzen der Atmung bewirken können.

 

Wenn man diese Checkliste beherzigt, steht einem gemütlichen Abend nichts mehr im Wege !


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